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1. Tag

Die Sommertour 2019 startete mit zwei sehr interessanten Terminen. Um 11:30 Uhr besuchten der Bundestagsabgeordnete Matthias Höhn und der Landtagsabgeordnete Wulf Gallert die Veranstaltung  zum 20jährigen Jubiläum des Schülerinstituts für Technik und angewandte Informatik SITI e. V. in Havelberg. Hier werden Kreativität und Erfindergeist von Schüler*innen und Jugendlichen gefördert, bei „Jugend forscht“ Wettbewerben sind Teilnehmende des Havelberger Instituts regelmäßig auf den vorderen Plätzen vertreten. Besonders interessiert waren die Abgeordneten an den 3D-Druckern und der Lasergravur-Technik. Danach ging es zur Badestelle in Klietz zu einem Treffen mit Anwohnern, Anliegern und Oberleutnant vorm Wald von der Bundeswehr, um sich über die Umweltsituation des Sees zu informieren und auszutauschen. Seit der großen Flut im Jahr 2013 wurden in den See große Mengen an Schlamm gespült.  Durch diesen wachsen unzählige Wasserpflanzen, die Übungen der Bundeswehr massiv einschränken und das Baden an der erst im letzten Jahr eingeweihten Badestelle gefährden könnten. Die Abgeordneten klärten zusammen mit den am Gespräch Beteiligten die Zuständigkeiten und gaben das Versprechen, dem Anliegen im Bundestag und Landtag von Sachsen-Anhalt Gehör zu verschaffen. Volksstimme

 

 

2. Tag

Unser Tag begann mit einem kulinarischen Höhepunkt. Wir waren zu Gast in der Salzwedeler Baumkuchen GmbH. Nach der Wende von der Treuhand gekauft, schreibt die Bäckerei seit langem eine Erfolgsgeschichte. Die insgesamt 107 Beschäftigten, 80 Prozent davon Frauen, produzieren Backwaren aller Art. Am bekanntesten ist der echte Salzwedeler Baumkuchen, der nicht nur in der Region genossen wird. Über das online-Geschäft wird er bis nach Neuseeland verschickt.

Auch kulinarisch, aber im musikalischen Sinne, war unser zweiter Termin an diesem Tag. Zu Gast waren wir bei den "local heroes" in Salzwedel, einem seit fast 30 Jahren existierenden gemeinnützigen Verein, welcher junge Bands und Solisten im Bereich Populärmusik unterstützt und den bundesweiten Musikwettbewerb "local heroes" initiiert. Durch aktive Netzwerkarbeit fördern sie die Zusammenarbeit von Künstler*innen, Veranstalter*innen, Studios, Sponsoren und vielen anderen im Musikbereich sowie Veranstaltungsmanagment. Am Sitz des Vereins werden außerdem verschiedene Projekte für Kinder- und Jugendliche angeboten, Bands können Tonaufnahmen in professioneller Qualität produzieren. Übrigens wurde die Band "Tokio Hotel" durch "local heroes" entdeckt.

 

 

3. Tag

Zusammen mit seiner Wahlkreismitarbeiterin und Praktikant Stefan Lehfeld fuhr der Bundestagsabgeordnete Matthias Höhn zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause nach Berlin, um in seiner Funktion als Abgeordneter und Ostbeauftragter seiner Partei vor und mit Stipendiat*innen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung über die Wiedervereinigung und ihre Folgen zu reden. Nachdem die wissenschaftliche Mitarbeiterin Effie Böhlke den Tag für die Teilnehmenden eröffnet hatte, begannen die Vorträge. Zuerst führte Dr. Lutz Brangsch als wissenschaftlicher Referent im Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung für Staat und Demokratie aus, welche Stimmungen es im Osten des Landes seit der Wiedervereinigung gibt. Dann stellte Matthias Höhn dar, welche Ungleichheiten es im Osten Deutschlands nach 30 Jahren Wiedervereinigung immer noch gibt, wie unterrepräsentiert Ostdeutsche in öffentlichen Einrichtungen, Ämtern, Universitäten und Firmen sind und zeigte auf, dass diese Ungerechtigkeiten nur mit einer Quotenregelung zu überwinden sind. Im Anschluss stellten die Stipendiaten viele Fragen und diskutierten mit den Referenten zum Thema. Im Anschluss besuchten wir das Reichstagsgebäude und das Abgeordnetenbüro im Paul-Löbe-Haus, um Stefan einen Einblick in die Arbeitsabbläufe im Berliner Politikbetrieb zu ermöglichen.

4. Tag

Am vergangenen Freitag fand der nächste Termin unserer Sommertour statt. Am Morgen ging es zur Firma X-Trade GmbH in der Körbelitzer Straße, einem der umsatzstärksten Unternehmen Magdeburgs. Zuerst wurden Matthias Höhn und seine Mitarbeiter*in durch die Geschäfts- und Verkaufsräume sowie das Lager, in dem eine unzählige Menge an Schuhen lagern, geführt. Danach wurden im Gespräch mit dem Geschäftsführer, Sascha Rosenau, die Lage des Unternehmens am Markt, die Ausbildungssituation im Unternehmen und auch politische Fragen erörtert. Der Abgeordnete und seine Mitarbeiter*in verließen das Firmengelände tief beeindruckt, sowohl von der Größe und der Marktkraft des Unternehmens, als auch vom Geschäftsführer selbst.

Der zweite Termin fand am Nachmittag im Literaturhaus Magdeburg statt. Dieses sitzt in der Thiemstraße in Buckau im Geburtshaus Erich Weinerts. Nach der Begrüßung durch die Leiterin des Literaturhauses, Frau Berger, und den Vorstandsvorsitzenden des Vereins Literaturhaus Magdeburg E.V., Herrn Domhardt, führten die Gastgeber den Bundestagsabgeordneten Matthias Höhn und seine Mitarbeiter*in durch das Literaturhaus, erzählten Interessantes über Magdeburger Autoren und Autorinnen, die einzelnen Ausstellungen und natürlich über Erich Weinert. Danach tauschten sich der Abgeordnete und seine Mitarbeiter mit Frau Berger und Herr Domhardt über die Situation des Literaturhauses aus, unterhielten sich über Besucher und Besucherzahlen, Finanzierung und Förderungen, Lesungen und Ausstellungen. Die Gastfreundschaft und das interessante Programm haben Abgeordneten und Mitarbeiter*in begeistert und wird sie in Zukunft öfter ins Literaturhaus locken.

5. Tag

Am Morgen sahen sich der Bundestagsabgeordnete Matthias Höhn und seine Mitarbeiter*innen die Dorfkirche in Dambeck an. Sie wurden von der Kirchenältesten, Frau Heiser, durch die Kirche und über das Kirchengelände geführt. Das um 1350 entstandene Gebäude beeindruckte den Abgeordneten und seine Mitarbeiter*innen sehr, vor allem der aus Holz gefertigte Altar und die mit Heiligenbildern geschmückten Dekorationen waren ein Highlight. Dem Wunsche, die Förderung der Kirchenrestaurierung zu unterstützen, wird Matthias Höhn gern nachkommen.

Danach ging es gemeinsam mit Hans-Jörg Krause (ehemals Mitglied des Landtages) zur Klosterkirche in Dambeck, wo der Abgeordnete und seine Mitarbeiter*innen von Bruder Jens über das Klostergelände geführt wurden, das bereits 1224 gegründet wurde. Im Jahr 1999 erwarb Bruder Jens das Gelände von der Treuhand und hat seitdem, mit Hilfe von Spenden, einen Großteil der damals verfallenen Gebäude in Eigenarbeit wieder aufgebaut.

Am Nachmittag ging es dann zurück nach Magdeburg zum Offenen Kanal. Im Gespräch mit der Geschäftsführerin, Bettina Wiengarn, und dem Vorsitzenden des Vorstands, Lars Johansen, wurde die derzeitige Lage des Offenen Kanals diskutiert. Seit vor Jahren das Budget des Senders gekürzt wurde, hat man schon eine Vollzeitstelle und die beiden Stellen für Auszubildende verloren, jetzt stehen die nächsten Kürzungen ins Haus und niemand weiß, wie diese aussehen werden. 

Aber es gibt auch gute Nachrichten: In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entsteht eine neue Serie im Offenen Kanal, in dem es um die Situation am Moritzplatz und vor allem um Integration geht. Die Serie wird auch zu einem großen Teil vom Bundesamt gefördert und im Offenen Kanal freut man sich auf das neue spannende Projekt. Und auch die derzeit schon stattfindenden Kurse in Medienkompetenz für Schüler*innen alle anderen Interessierten machen Mitarbeiter*innen und Freiwilligen genauso viel Spaß wie die vielen produzierten Sendungen.

6. Tag

Der 5. Tag der Sommertour endete mit einem Besuch beim ehrenamtlich betriebenen Landesfeuerwehrmuseum in Stendal. Mit großem Engagement und viel Leidenschaft präsentiert der Verein „Feuerwehrhistorik“ auf seinem Ausstellungsgelände - vom Löscheimer bis zum alten Einsatzwagen - eine über hundertjährige Feuerwehrgeschichte.

Aber besonders die aktuell schwierige Situation der freiwilligen Feuerwehren in der Altmark stand im Mittelpunkt des Gespräches. Der fehlende Nachwuchs, oft schlechte Ausrüstung und daher nachlassende Motivation sind die augenblicklich größten Schwierigkeiten vor Ort. Da die Freiwilligen Feuerwehren das Rückgrat bei der Bekämpfung von Bränden und bei Erste-Hilfe-Leistungen sind, ist diese Entwicklung besorgniserregend. Die Einsatzfähigkeit der Wehren und damit die Sicherheit aller Einwohner*innen dürfen nicht durch die Sparpolitik der Regierung aufs Spiel gesetzt werden.   

 

7. Tag

Am Morgen ging es zum Offenen Kanal in Salzwedel. Hier wurde im Gespräch mit Elke Bukowski und Andreas Leitel klar, dass auch der Sender in Salzwedel die gleichen Probleme hat wie die anderen Offenen Kanäle im Bundesland. Auch hier mussten Stellen abgebaut werden und auch hier wurden die Stellen für Auszubildende weggekürzt. Trotzdem produziert man im Sender noch mit viel Spaß und Energie reihenweise Sendungen, arbeitet mit Schulen und Schüler*innen zusammen und bietet Medienkompetenzkurse an

Gleich danach wurde im Gespräch mit Marian Stütz die Situation des Soziokulturellen Zentrums Hanseat e.V. diskutiert. Das Soziokulturelle Zentrum umfasst die Aktion Musik/Local Heroes, den Offenen Kanal und die Bar Hanseat in Salzwedel. Die Bar wird von Marian Stütz selbst geleitet, zusätzlich betreut er aber auch das ganze Soziokulturelle Zentrum. Im Hanseat machen sich in den letzten Jahren rückläufige Besucherzahlen bemerkbar, trotzdem schafft man es immer wieder, interessante Bands und Künstler nach Salzwedel zu locken. Neben Marian Stütz arbeitet hier eine weitere Mitarbeiterin daran, dass auch in Zukunft die kulturelle Szene in Salzwedel so vielfältig bleibt wie sie es gerade ist, außerdem gibt es eine Auszubildende.

8. Tag

In der Verbandsgemeinde Schönhausen trafen sich der Bundestagsabgeordnete Matthias Höhn, der Landtagsabgeordnete Wulf Gallert, die Vorsitzende der Kreistagsfraktion Helga Paschke und die Mitarbeiter*innen der Abgeordneten mit der Verbandsgemeindebürgermeisterin Steffi Friedebold. Hier wurden sie auf die schwierige Situation der Verbandsgemeinde aufmerksam gemacht, die die Orte Wust-Fischbeck, Schönhausen, Schollene, Klietz, Kamern und Sandau umfasst. Die Bürgermeisterin hat gleich mit mehreren Problemen zu Kämpfen, darunter noch immer die Bekämpfung der Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013, den Umzug des Bauamtes, zu geringe Steuereinnahmen und eine hohe Verschuldung und die Gefahr von Schulschließungen. Doch Steffi Friedebold gibt sich kämpferisch und will nicht aufgeben, hofft aber auch auf die Hilfe aus Bundes- und Landtag. Mut mache ihr der 2020 beginnende Bau der KITA in Schönhausen. Wenn der Bau abgeschlossen ist, werden alle KITAs der Verbandsgemeinde saniert und auf dem neuesten Stand sein. Auch auf die baldige Einführung der KITA-Software, mit der Eltern dann Betreuungsplätze von zu Hause aus buchen können, ist die Bürgermeisterin stolz.

 

Am Nachmittag besuchten der Bundestagsabgeordnete und der Landtagsabgeordnete dann noch gemeinsam mit ihren Mitarbeiter*innen den in diesem Jahr neu gegründeten Tourismusverband in Tangermünde. Die Geschäftsführerin Clara Reckling-Kurz gab Einblicke in die bisherige Arbeit des Verbandes und einen Ausblick darauf, was für die Zukunft geplant ist. Im Gespräch zeichnete die Geschäftsführerin ein durchweg positives Bild der bisherigen Entwicklung und freut sich auf die kommenden arbeitsreichen Jahre, in denen sie und ihre Kolleg*innen die Altmark zu einem touristischen Höhepunkt machen wollen.

 

 

 


Termine der Sommertour durch die Altmark vom 1. - 12. Juli

01.07.2019, 11.30 Uhr - Besuch Gymnasium Havelberg, 20 Jahre Schülerinstitut
01.07.2019, 14.30 Uhr - Besuch der Badestelle in Klietz, dann Gespräch mit Oberstleutnant vorm Wald
02.07.2019, 10.00 Uhr - Besuch Besuch Waldbad Seehausen
02.07.2019, 14.00 Uhr - Besuch offener Kanal Stendal
03.07.2019, 09.00 Uhr - Besuch der Salzwedler Baumkuchen GmbH
03.07.2019, 11.30 Uhr - Besuch "local heroes" in Salzwedel
03.07.2019, 18.00 Uhr - Behindertenpolitischer Stammtisch in Stendal
05.07.2019, 10.00 Uhr - Besuch X-Trade GmbH in Magdeburg
05.07.2019, 14.00 Uhr - Besuch Literaturhaus Magdeburg
09.07.2019, 10.00 Uhr - Besuch der Kirche in Dambeck
09.07.2019, 14.00 Uhr - Besuch Offener Kanal Magdeburg
10.07.2019, 14.00 Uhr - Besuch der Mühlen- und Heimatvereins Wanzer
10.07.2019, 17.00 Uhr - Besuch des Landesfeuerwehrmuseums und Gespräch mit Vertretern des Feuerwehrverbandes
11.07.2019, 10.00 Uhr - Besuch Offener Kanal Salzwedel
12.07.2019, 10.00 Uhr - Gespräch in der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land (Schönhausen)
12.07.2019, 13.00 Uhr - Gespräch mit Verantwortlichen des Tourismusverbandes Altmark, Tangermünde
12.07.2019, 14.00 Uhr - Pressegespräch zum Abschluss der Sommertour, Tangermünde