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Frühjahrstour 2021

Mit hiesigen Kommunalpolitiker:innen durch die Altmark

Unsere Gespräche und Veranstaltungen finden selbstverständlich unter Beachtung der Hygienemaßnahmen des am 24.04.2021 in Kraft getretenen Infektionsschutzgesetzes des Bundes sowie der 11. Verordnung über die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS‐CoV‐2 in Sachsen‐Anhalt, Stand: 19. April 2021, statt.

Matthias Höhn, Marco Heide - Kloster Arendsee
Klosterareal Arendsee
Klosterareal
Klosterareal
im Hanseat
Klosterareal
Matthias Höhn, Christian Märtens - Wobau
Hanseat Salzwedel
Marian, Marco im Hanseat
Bahnhof Arendsee
Bahnhof Arendsee
Matthias Höhn, Christian Märtens - Wobau Salzwedel
Hanseat Salzwedel
Hanseat Salzwedel - neu gestalteter Service-Bereich
Bahnhof Arendsee
Matthias Höhn, Christian Märtens - Wobau Salzwedel

Erster Tag unserer Tour

Im Gespräch mit dem Bürgermeister von Arendsee Norman Klebe und Michael Schrader vom Deutsche–Bahnkunden–Verband informierte sich Matthias Höhn morgens am alten Bahnhof über den Zustand der seit vielen Jahren stillgelegten Gleisstrecke Salzwedel–Arendsee–Wittenberge.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass eine Reaktivierung der Strecke ein Mehrgewinn für die Stadt und Region wäre. Dafür müssen aber große Investitionen getätigt werden, um die Strecke wieder zu ertüchtigen, da leider einige Gleisabschnitte nicht mehr benutzbar sind. In Zeiten, in denen viel über Klimaschutz und Verkehrswende diskutiert werden, ist dies aber ein wichtiger und notwendiger Schritt.

In den letzten Tagen erreichte ein offener Brief des Klostervereins Arendsees die Öffentlichkeit, dass über Monate hinweg aufgrund fehlender Veranstaltungen keinerlei Einnahmen generiert werden konnten. Damit ist die weitere Arbeit des Vereins, der vielen Projekten und Kulturveranstaltungen Raum gibt, fast unmöglich. Zum Gespräch, das auf dem Areal des ehemaligen Klosters stattfand, stießen zudem Vertreterinnen des Integrationsdorfes (IDA) und (KieZ). Auch sie leiden enorm unter ausbleibenden Besucher*innen, gleichwohl auch viel Verständnis für die bestehenden Maßnahmen herrschte. Eine fehlende Perspektive für den Tourismus wurde jedoch deutlich angesprochen.

Der Tourismus ist ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für die Stadt und Region. Leider wird das große Potential weder ausgeschöpft noch bestehende Probleme angegangen. Es wurde vielfach bedauert, dass es augenblicklich einen geringen Willen gibt Strukturen zu verändern. Dafür müsse es aber insbesondere vor Ort mehr Mut geben.

Zweiter Tag unserer Tour

Matthias Höhn besuchte am Mittwoch die Wohnungsbaugesellschaft Salzwedel, den mit mehr als 2400 Wohnungen größten Vermieter der Hansestadt. Geschäftsführer Christian Märtens stellte das Unternehmen und aktuelle Projekte vor. Dabei kamen auch einige Probleme zur Sprache. Die Wobau würde gerne mehr Geld in die Aufwertung der Wohnungen investieren, findet aber nicht genug Handwerksfirmen, die freie Kapazitäten haben.

Im soziokulturellen Zentrum Hanseat dreht sich normalerweise alles um Kunst und Kultur. Doch die Mitarbeiter:innen von Aktion Musik und dem Hanseat e.V. können aufgrund der Pandemie ihrem Kerngeschäft gar nicht bzw. nur stark eingeschränkt nachgehen. Alle äußerten den Wunsch nach einer klaren Perspektive und den Wunsch nach Unterstützung für die Kulturszene nach der Pandemie. Trotz der vielen Probleme zeigte sich Matthias Höhn beeindruckt davon, wie die Vereine die Live-Konzert-freie Zeit nutzen, um neue Projekte auszuprobieren und anzuschieben. 

 

Herr Woecht, Matthias Höhn, Anke Hain - Innocon
Frau Thomsen, Mario Blasche, Jürgen Emanuel, Matthias Höhn, Elli und Jack
Landwirtschaftsbetrieb Thomsen
Matthias Höhn, Landwirtschaftsbetrieb Thomsen
Landwirtschaftsbetrieb Thomsen
Landwirtschaftsbetrieb Thomsen
Landwirtschaftsbetrieb Thomsen
Matthias Höhn mit Elli

Dritter Tag unserer Tour

Am dritten Tag der Frühjahrstour hätten die Gegensätze scheinbar nicht größer sein können. Dennoch sind sie für die gesamte Altmark exemplarisch.

Beim ersten Termin beim IT–Unternehmen Innocon in Tangermünde stand die Digitalisierung und Automatisierung der öffentlichen Verwaltung und des Krankenhauswesens im Mittelpunkt des Gespräches. Gerade für kleinere Unternehmen in der Region ist es eine enorm große Herausforderung Fachkräfte zu bekommen.

Der Geschäftsführer, Herr Woecht, stellte Matthias Höhn in beeindruckender Art und Weise dar, welche Möglichkeiten die Digitalisierung für die Aufgaben der Verwaltung bietet. Allein die oft weiten Wege stellen gerade für ältere Menschen ein großes Hindernis dar. Akten, Anträge usw. können aber sehr leicht zu den Menschen gelangen. Oft herrsche aber Skepsis und mitunter Ablehnung in Bezug auf digitale Verwaltungsabläufe.

Der zweite Termin stand ganz im Zeichen der Landwirtschaft. Matthias Höhn half im Landwirtschaftsbetrieb der Familie Thomsen in Düsedau nicht nur im Kuhstall beim Füttern, sondern ließ sich zudem alle anderen alltäglichen Abläufe erklären. Zudem übernahm er eine Patenschaft für einen Blühwiesenstreifen. Diese Flächen stellen innerhalb von Agrarnutzflächen einen wichtigen Naturraum für Insekten und andere Tiere dar. Immer mehr Bauern erkennen den Nutzen derartiger Flächen für eine nachhaltigere Landwirtschaft.

Katrin Kunert, Matthias Höhn, René Hempel, Frau Blok - Komarow-Schule
Matthias Höhn, Frau Bloch, Katrin Kunert im Computerraum
Matthias Höhn, Frau Bloch, Katrin Kunert im ehemaligen Speisesaal
Frau Bloch, Matthias Höhn

Vierter Tag unserer Tour

Matthias Höhn verschaffte sich am letzten Tag seiner Frühjahrstour einen Eindruck vom Stand der Sanierung der Kamarov–Schule in Stendal–Stadtsee. Auch wenn viele Fortschritte erkennbar sind, geht die Gesamtsanierung nur langsam voran. Es ist noch sehr viel zu tun. Insbesondere die Sanitäranlagen sind in einen sehr schlechten Zustand.

Die Schulleiterin, Frau Bloch, betonte, wie wichtig die Schulsozialarbeit gerade hier sei, da es im Stadtteil eine enorm hohe Quote von Kindern mit Migrationshintergrund gibt. Es gibt viele Herausforderungen, die Schule allein nicht lösen kann. Umso wichtiger ist eine dauerhafte Verstätigung, um als Kummer– & Sorgenkasten für die Kinder da zu sein. Die Kinder und Lehrer*innen seien alle sehr bemüht, ein gutes Klima des Lernens zu schaffen. Ein großer Zugewinn für das Kollegium sei ein Lehrer aus Syrien, der nicht nur Englische lehrt, sondern auch viel mit den Familien kommuniziere. So gelänge es viele Probleme selbst zu lösen.