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Abgeordnete aus über 20 Ländern fordern Erhaltung von New-START Atomwaffenvertrag

Auch wenn zuletzt etwas Bewegung in die Sache kam, noch ist es unklar: Wird der letzte übriggebliebene Atomwaffenvertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Russland langfristig erhalten bleiben? Falls die beiden Atommächte sich nicht bald auf eine Verlängerung einigen, läuft der „New START“-Rüstungskontrollvertrag im Februar 2021 aus. Sollte das Abkommen fallen, gäbe es zum ersten Mal seit 1972 keine Begrenzung von Atomwaffen zwischen den beiden Staaten – ein atomares Wettrüsten droht.

Aus diesem Grund haben sich mehr als 75 Abgeordnete aus über 20 europäischen Parlamenten zusammengeschlossen, um einen Appell an die USA zu richten. In ihrem Brief fordern sie die Mitglieder des US-Kongresses auf, sich gegenüber der Trump-Administration zu positionieren und auf den Erhalt des New START-Vertrages zu drängen. Der Vorsitzende des Unterausschusses für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung, Matthias Höhn, hat sich diesem Appell angeschlossen. Gestartet wurde die Initiative von der britischen Nichtregierungsorganisation European Leadership Network, die sich für eine atomwaffenfreie Zukunft einsetzt.

„Es ist ein wichtiges Zeichen, dass Europäerinnen und Europäer hier gemeinsam für die Einhaltung von atomarer Rüstungskontrolle einstehen“, erklärt der Linke-Abgeordnete Höhn. „Europa muss verstehen, dass wir in einer Auseinandersetzung zwischen Russland und den USA immer verlieren werden.“

Zum Appell (englisch): https://www.europeanleadershipnetwork.org/wp-content/uploads/2020/10/13102020-ELN-New-START-Letter.pdf

Adriana Altaras und Matthias Höhn im "Club Hanseat" Salzwedel

Die erste Lesung nach dem Lockdown führte Adriana Altaras auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Matthias Höhn und des Jenny-Marx-Forums am 13. Oktober in die Altmark nach Salzwedel.
Der Abend wurde umrahmt von Geschichten über Corona, nicht nur durch die allgegenwärtigen Abstands- und Hygieneregeln, sondern auch durch zwei Texte von Adriana Altaras.
Die Autorin begann mit „Corona und das jüdische Problem“,  bevor sie mit Matthias Höhn in das Gespräch eintauchte. Im Buch „Die jüdische Souffleuse“ wechseln Holocaust-Erinnerungen mit heiteren Episoden und Gedanken während einer Operinszenierung. So werde die traurige Familiengeschichte der Souffleuse Sissele für Leser*innen ertragbar, meint Adriana Altaras.
Nachfragen von Matthias Höhn zu Hintergründen, stilistischen Mitteln  und Traumabewältigung sowie die Erinnerung an den schrecklichen Überfall auf die Hallenser Synagoge 2019 boten Stoff für ein ausgesprochen interessantes Gespräch, das durch gut ausgewählte Lesestellen inhaltlich und schauspielerisch ergänzt wurde. Am Ende schloß sich der Kreis zum Hier und Jetzt trotz alledem humorvoll mit einem Text zum Thema Reisen unter Corona.
Die Teilnehmenden erlebten einen interessanten, gefühlsmäßig wechselhaften Abend mit einer bemerkenswerten, temperamentvollen und engagierten jüdischen Autorin und Schauspielerin. mehr

Einweihung des "Mahnmal für die unbekannten Zivilistinnen und Zivilisten" in Berlin

Täglich erreichen uns in den Nachrichten die Bilder zerbombter Städte. Die in Syrien, dem Jemen, dem Irak und anderen Kriegsgebieten eingesetzten Explosivwaffen treffen die Zivilbevölkerung unmittelbar. Das „Mahnmal für die unbekannten Zivilistinnen und Zivilisten“, in Anlehnung an die Kriegsdenkmäler für den unbekannten Soldaten, macht auf das Leid dieser zivilen Opfer aufmerksam. Die Nichtregierungsorganisation Handicap International installiert dafür an prominenten Orten in Europa einen temporären Gedenkstein und zeigt die Bilder von Betroffenen. Nach Paris, Wien und Genf fand die Initiative am 8. Oktober in Berlin am Brandenburger Tor statt. Die Aktionsorte sind bewusst gewählt: Sie verbinden die weltweiten Opfer mit den politischen Entscheidungszentren in Europa.
Denn ein besserer Schutz für Zivilistinnen und Zivilisten kann nur durch ein wirksames Verbot des Einsatzes von Explosivwaffen erreicht werden. Seit Oktober 2019 verhandeln ca. 100 Staaten über eine politische Erklärung zur Regulierung von Explosivwaffeneinsätzen in bevölkerten Gebieten. Auch Deutschland nimmt an diesen Verhandlungen teil. Matthias Höhn, Vorsitzender des Unterausschusses für Abrüstung im Bundestag, kritisiert dabei die Zurückhaltung der Bundesregierung in ihren bisherigen Statements. Deutschland muss endlich dem Aufruf des UN-Generalsekretärs und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz folgen. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten zu ächten!

Ehrlicher Blick auf die Einheit - Rede vom 2. Oktober 2020

„Freiheit und Gleichheit“ geht anders - Rede 18.09.2020

Übergabe des Abschlussberichtes an den Bundestagspräsidenten am 16.09.2020, mit Matthias Höhn, Berichterstatter für die Linksfraktion im Untersuchungsausschuss
Übergabe des Abschlussberichtes an den Bundestagspräsidenten am 16.09.2020, mit Matthias Höhn, Berichterstatter für die Linksfraktion im Untersuchungsausschuss.

Abschlussbericht offiziell übergeben

Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses zur Berateraffäre im Verteidigungsministerium haben im September 2020 ihren Bericht an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble übergeben. Nach fast zwei Jahren findet damit der Parlamentarische Untersuchungsausschuss sein offizielles Ende.

Dennoch geht unsere Arbeit im Verteidigungsausschuss weiter, denn es herrscht noch immer Intransparenz im Beschaffungswesen der Bundeswehr und anderen öffentlichen Bereichen. Deshalb wird die Linksfraktion weiter die Notwendigkeit externer Beratung und deren Kosten hinterfragen sowie für die Stärkung der öffentlichen Hand eintreten.

Der Untersuchungsausschuss hatte bei der Vergabe von Beraterverträgen im Verteidigungsministerium wiederholt Verletzungen des Vergaberechts festgestellt. Am Ende wurde die Verantwortung der Leitungsebene für die Rechtsbrüche jedes Mal nach unten geschoben. Es ist skandalös, dass die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen dafür auch noch nach Brüssel befördert wurde.

Zum Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses:

1922400.pdf

 

 

30 Jahre Deutsche Einheit - "Freiheit und Gleichheit" geht anders

EinheitsEXPO in Postdam 2020, Zum "Wir" ist es noch ein langer Weg

Im September debattiert der Bundestag zum Bericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit. Die Linksfraktion wird erneut einen Forderungskatalog beantragen, denn "Freiheit und Gleichheit" geht anders: Benachteiligung und Vorurteile, Niedriglöhne und Tarifflucht, Minirenten und Armut sind Spaltpilze für jede Gesellschaft. Nicht nur im Osten gedeihen sie weiterhin prächtig, wenn sich in der Bundespolitik nichts ändert. Wir fordern eine Stärkung tariflicher Bindung, die Erhöhung des Mindestlohnes auf mindestens 12 Euro und ein Ende der durch Steuergeld subventionierten Niedriglohnpolitik. Eine stärkere Teilhabe benachteiligter Gruppen heißt auch, einen spürbaren Aufstieg in Spitzenfunktionen dieser Gesellschaft zu ermöglichen. Der öffentliche Dienst muss hier vorangehen. Im 30. Jahr der Einheit sollten endlich die Ungerechtigkeiten bei der Rentenüberleitung Ost zugegeben und abgestellt werden. Tausende ostdeutsche Rentnerinnen und Rentner warten immer noch auf die Anerkennung ihrer Betriebsrenten oder auf eine Entschädigung.

Mehr zum Antrag der Linksfraktion "30 Jahre Deutsche Wiedervereinigung - Einheit vollenden, Fehler korrigieren und ostdeutsche Interessen anerkennen" >>> hier

Fachgespräch zu Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung im Deutschen Bundestag

"Zukunft der nuklearen Rüstungskontrolle und des Nichtverbreitungsvertrages" lautete das Thema eines öffentlichen Fachgesprächs des Unterausschuss "Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung" des Auswärtigen Ausschusses unter Leitung von Matthias Höhn (Die Linke) am Dienstag, 3. März 2020. Fünf geladene Sachverständige standen den Abgeordneten Rede und Antwort.

  • Torben Schütz, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. (DGAP)
  • Jun.-Prof. Dr. Malte Göttsche, Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science (AICES), Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen
  • Matthias Höhn, MdB, Ausschussvorsitzender
  • Xanthe Hall, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. (IPPNW/ICAN)
  • Dr. Oliver Meier, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH)
  • Oberst a. D. Wolfgang Richter, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)

Video der Anhörung

Angesichts der Erosion der traditionellen Abrüstungs- und Rüstungskontrollregime sollte die Bundesregierung auf einen Fortbestand des Atomwaffensperrvertrages/Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags (NVV) hinarbeiten. Das war der Tenor eines öffentliches Fachgesprächs.
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Kandidatur als stellvertretender Parteivorsitzender

Meine Partei steht vor wichtigen Entscheidungen - nicht nur personell, sondern vor allem auch inhaltlich. Wir haben uns in einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie spannenden Superwahljahr 2021 zu bewähren. Wir müssen Fragen der Parteientwicklung diskutieren und Konsequenzen daraus ziehen. Und wir sind nicht zuletzt gefordert, auf die globalen Umbrüche und Herausforderungen neue Antworten zu geben.
Die letzten Wahlen in Europa, den Ländern und Kommunen haben gezeigt: DIE LINKE bleibt zu oft weit unter ihren Möglichkeiten. Wir haben aber auch sehen können, z.B. in Thüringen, Berlin oder Bremen, wie wir gemeinsam politische Erfolge und Veränderungen erkämpfen können.
Ich wünsche mir DIE LINKE als eine Partei, für die der unverstellte Blick auf Gesellschaft Ausgangspunkt ist und nicht die eigene Befindlichkeit,
die offensiv Bündnisse sucht, um konkrete Verbesserungen im Alltag der Leute durchzusetzen und nicht nur darüber zu reden, als eine Partei, die sich der Bedrohung von Rechts entgegenstellt, die für die Schwächsten da ist und sich mit den Mächtigen anlegt, die über den Tag hinaus denkt und die auf die drängenden Fragen unserer Zeit Antworten auf der Höhe der Zeit gibt, als eine Partei, die mit beiden Beinen im Leben steht - in Stadt und Land, die zum Mitmachen einlädt, als eine Partei, die Spaß macht.
Ich möchte meinen Teil für eine erfolgreiche LINKE beitragen. Ich kandidiere auf dem kommenden Bundesparteitag als stellvertretender Parteivorsitzender.

01.Oktober 2020

Aktuelle Pressemeldungen


Kaum traditionsstiftend

 Der neue Traditionserlass der Bundeswehr ist kein Meilenstein. Frau von Leyen hat eine Überarbeitung angestoßen, um dem Thema Rechtsextremismus in der Truppe als Reaktion auf die schockierenden Erkenntnisse über Franco A. und seine rechtsterroristischen Planungen zu begegnen. Dafür ist dieser Erlass völlig unzureichend. Wir halten es für falsch,... Weiterlesen


Aufrüstung par excellence

„Eine europäische Abrüstungsinitiative und ein Waffenembargo für Saudi-Arabien und die Türkei müssten Ziele der deutsch-französischen Verteidigungspolitik sein“, erklärt Matthias Höhn, sicherheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum heutigen Treffen von Frau von der Leyen und ihrer französischen Amtskollegin Parly. Höhn weiter: „Dieses... Weiterlesen


Sommertour 2020

Vom 8. bis 17. Juli 2020 bereiste Matthias Höhn seinen Wahlkreis Altmark.
Über Begegnungen und Gespräche berichten wir hier.