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Bundesregierung muss endlich Voraussetzungen für gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen

„Die harten Fakten sind bekannt: Die Wirtschaft im Osten schafft es nicht, den Abstand zum Westen zu verringern; es gibt mehr Armut im Osten und höhere Demokratieverdrossenheit. Nicht ganz zufällig fordert der Bericht, dass endlich angemessen viele Ostdeutsche im öffentlich-rechtlichen Rundfunk repräsentiert sein müssen. Allerdings ist dieses Problem nicht nur dort, sondern in fast allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen. Hier werden nur verbindliche Regelungen helfen, wie die Fraktion DIE LINKE sie seit Jahren fordert. Wir sehen an der fehlenden Repräsentation von Frauen in Führungsetagen, wie jahrzehntelange Appelle an die Freiwilligkeit den inakzeptablen Status quo nur zementieren“, erklärt Matthias Höhn, Beauftragter für Ostdeutschland der Fraktion DIE LINKE, zur heutigen Vorstellung des Abschlussberichts der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“. Höhn weiter:

 „Der Frust über das fehlende Vorkommen von ostdeutschem Lebensalltag und die immer wiederkehrende Erfahrung der gesellschaftlichen Demütigung haben ihren Grund nicht nur in westdeutschem Desinteresse, sondern auch in realen Benachteiligungen: Noch immer gibt es unterschiedliche Tarifabschlüsse in Ost und West, noch immer muss im Osten länger für weniger Geld gearbeitet werden als im Westen, noch immer sind die Renten nicht angeglichen. Statt immer wieder Kommissionen einzusetzen, muss die Bundesregierung endlich die Voraussetzungen für gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen: Wir fordern gleiche Löhne, gleiche Renten, gerechte Anerkennung von DDR-Rentenansprüchen.“

 


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